15/01/2026
Wie man die besten Sicherheitsschuhe für Lagerbetriebe erkennt
Als Sicherheitsbeauftragter eines regionalen Logistiklagers mit über 100.000 Quadratfuß Betriebsfläche habe ich in fünf Jahren erlebt, wie die richtigen Sicherheitsschuhe die Arbeitssicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter nachhaltig verbessern können. Zu Beginn meiner Tätigkeit hatten wir häufig fußbezogene Unfälle – von einem Arbeiter mit eingeklemmtem Zeh, nachdem ein Hubwagen einen Kartonstapel umgestoßen hatte, bis hin zu Ausrutschern auf nassen Betonböden im Ladebereich. Damals stellte das Lager generische Sicherheitsschuhe zur Verfügung, die unsere spezifischen Risiken nicht abdeckten. Nach einer vollständigen Risikoanalyse und dem Wechsel zu maßgeschneiderten Sicherheitsschuhen konnten wir die Zahl der Fußverletzungen innerhalb von sechs Monaten um 62 % senken. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass die Identifizierung der besten Sicherheitsschuhe für Lageroperationen geht es nicht darum, die teuerste Option auszuwählen – sondern darum, die Eigenschaften des Schuhs an die spezifischen Gefahren Ihrer Lagerumgebung anzupassen.

Wichtige Sicherheitsmerkmale für lagerspezifische Gefahren
Lageroperationen bergen eine spezifische Reihe von Risiken, darunter der Aufprall schwerer Gegenstände, scharfe Trümmer, Rutsch- und Sturzgefahren sowie langes Stehen. Die besten Sicherheitsschuhe für Lager müssen Schutzfunktionen priorisieren, die diese Risiken direkt mindern. Im Folgenden sind unverzichtbare und situationsbezogene Merkmale aufgeführt, auf die geachtet werden sollte.
Unverzichtbare Schutzmerkmale
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Schutzkappe: Lagermitarbeiter sind ständig der Gefahr ausgesetzt, dass schwere Gegenstände (Paletten, Kisten, Werkzeuge) auf die Füße fallen oder dagegen rollen. Achten Sie auf Sicherheitsschuhe mit Stahl- oder Kunststoffkappen, die den EN ISO 20345:2011-Standards entsprechen (widerstehen einer Stoßkraft von 200 J und einer Druckkraft von 15 kN). Kunststoffkappen sind leichter als Stahl und daher ideal für Mitarbeiter, die häufig zwischen den Gängen wechseln oder Leitern besteigen.
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Durchstichschutz: Nägel, Schrauben, Metallspäne und defekte Paletten sind auf Lagerhausböden üblich. Eine durchstichresistente Zwischensohle (aus Stahl oder Verbundmaterial), die einer Kraft von 1100 N widerstehen kann, ist entscheidend, um Fußverletzungen zu vermeiden. Diese Eigenschaft ist für die meisten Lagerarbeitsplätze obligatorisch, insbesondere in den Bereichen Wareneingang und Versand.
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Rutschfestigkeit: Nasse Böden (durch verschüttete Flüssigkeiten, Kondenswasser in gekühlten Lagern) oder staubige Oberflächen (durch Trockenwaren) erhöhen das Rutschrisiko. Wählen Sie Sohlen mit einem Reibungskoeffizienten von ≥0,5 (geprüft nach EN ISO 13287) und tiefen, selbstreinigenden Profilstollen. Gummisohlen oder Polyurethan-(PU-)Sohlen, die ölbeständig sind, eignen sich ideal für Lager, die mit Lebensmitteln oder Chemikalien umgehen.
Szenenspezifische Merkmale
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Stoßdämpfung: Arbeitnehmer in Lagern stehen oder laufen oft täglich 8+ Stunden, was zu Schmerzen in Füßen, Knien und im Rücken führen kann. Doppeldichtungsohlen (innen aus PU-Schaum, außen aus Gummi) oder gepolsterte Einlegesohlen verringern die Belastung durch wiederholtes Gehen auf Betonböden. Achten Sie auf Schuhe mit der Zertifizierung EN ISO 20345 S1 oder S3, die Anforderungen an die Stoßdämpfung enthalten.
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Elektrische Isolation: Für Lager mit elektrischen Geräten (z. B. Förderbänder, Gabelstapler-Ladegeräte) sollten Sicherheitsschuhe mit elektrischer Isolation gewählt werden (bis 18 kV zugelassen, nach EN ISO 20345 EH), um vor Stromschlägen zu schützen.
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Kälte-/Hitzebeständigkeit: Kühlhäuser (z. B. Lebensmittellager) erfordern Schuhe mit isolierten Sohlen und Obermaterialien (für -20 °C oder darunter geeignet). Umgekehrt benötigen Lager mit heißen Bereichen (z. B. in der Nähe von Verpackungsmaschinen) hitzebeständige Sohlen, die Temperaturen bis zu 300 °C standhalten.
Anerkannte Normen und Expertenempfehlungen
Die besten Sicherheitsschuhe für Lager müssen globalen Sicherheitsstandards entsprechen, um Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Der wichtigste Maßstab ist EN ISO 20345:2011 , die Sicherheitsschuhe basierend auf schützenden Eigenschaften klassifiziert, die für Lager relevant sind: SB: Grundlegende Sicherheit (Schutzkappe + Durchstichschutz) – Mindestanforderung für die meisten Lagertätigkeiten. S1P: SB + Stoßdämpfung + ölresistente Sohlen – ideal für allgemeine Lagertätigkeiten. S3: S1P + wasserfeste Obermaterialien – perfekt für nasse oder gekühlte Lager.
Auch behördliche Aufsichtsorganisationen betonen lagerspezifische Anforderungen an Sicherheitsschuhe. Die US-amerikanische Arbeitsplatzsicherheitsbehörde (OSHA) schreibt vor, dass Arbeitgeber Sicherheitsschuhe für Mitarbeiter bereitstellen müssen, die Fußgefahren ausgesetzt sind, und ihre Richtlinien zur Lagersicherheit speziell rutsch- und durchstichfeste Schutzschuhe für Laderampen und Lagerbereiche empfehlen. Laut dem britischen Health and Safety Executive (HSE) gehen 40 % der Fußverletzungen in Lagern auf nicht konforme oder schlecht sitzende Sicherheitsschuhe zurück.
Branchenexperten unterstützen diese Richtlinien. Laura Simmons, zertifizierte Lagerhaus-Sicherheitsexpertin mit 12 Jahren Erfahrung am Warehouse Education and Research Council (WERC), rät: „Lagerleiter machen häufig den Fehler, Sicherheitsschuhe mit Einheitsgröße auszuwählen. Stattdessen sollten sie die spezifischen Gefahren ihres Lagers – beispielsweise Kühlung, schwere Hebearbeiten, nasse Böden – analysieren und die Schuhe an die jeweilige Tätigkeit anpassen. So benötigen Gabelstaplerfahrer Schuhe mit gutem Grip und Knöchelstütze, während Kommissionierer von leichten, stoßdämpfenden Modellen profitieren.“
Praktischer Leitfaden zur Auswahl von Lagerhaus-Sicherheitsschuhen
Befolgen Sie diese konkreten Schritte, um die besten Sicherheitsschuhe für Ihre Lagerbetriebe zu ermitteln:
Schritt 1: Durchführung einer Lagerplatz-Gefährdungsbeurteilung
Zuerst dokumentieren Sie potenzielle Fußgefahren in jeder Lagerzone: Wareneingang/Versand: Schwere Gegenstände, scharfe Abfälle, nasse Böden – priorisieren Sie Schuhe der Klasse S3 mit Zehenschutz, Durchtrittschutz und rutschfesten Sohlen. Lagerränge: Klettern an Leitern, herabfallende kleine Gegenstände – wählen Sie leichte Schuhe mit Verbundzehenschutz und Knöchelstütze. Kühlzonen: Kälte, Kondenswasser – wählen Sie isolierte, wasserabweisende S3-Schuhe mit rutschhemmenden Sohlen. Verpackungsbereiche: Elektrische Geräte, langes Stehen – entscheiden Sie sich für S1P-Schuhe mit elektrischer Isolierung und gepolsterten Einlegesohlen.
Schritt 2: Prüfung der Konformität und Zertifizierung
Prüfen Sie immer auf legitime EN ISO 20345-Zertifizierungskennzeichen (dauerhaft am Schuhzungen- oder Fersenbereich angebracht). Fordern Sie eine Konformitätserklärung (DoC) vom Lieferanten an, um zu bestätigen, dass die Schuhe der erforderlichen Klassifizierung entsprechen (z. B. S1P, S3). Vermeiden Sie „gefälschte“ Sicherheitsschuhe – sie verfügen oft über keine ordnungsgemäße Prüfung und versagen vorzeitig.
Schritt 3: Komfort und Passform priorisieren
Unbequeme Schuhe führen zu verringerter Produktivität und erhöhtem Verletzungsrisiko. Lassen Sie Mitarbeiter die Schuhe über 30 Minuten tragen, wobei folgende Aspekte im Vordergrund stehen: Passform: Keine Enge im Zehenbereich, ausreichender Fußgewölbestütze und fester Halt der Ferse (kein Verrutschen). Gewicht: Leichte Materialien (Verbundstoffkappen, PU-Sohlen) verringern die Ermüdung bei Mitarbeitern, die sich häufig bewegen. Atmungsaktivität: Mesh-Obermaterialien oder schweißableitende Futtermaterialien verhindern Schwitzen, was besonders bei langen Schichten wichtig ist.
Schritt 4: Haltbarkeit und Wartung bewerten
Lagersicherheitsschuhe sind starken Belastungen ausgesetzt, daher ist die Haltbarkeit zu prüfen: Laufsohlenqualität: Auf dicke Gummilaufsohlen oder Laufsohlen aus zweidichtem PU achten, die gegen Abrieb beständig sind (getestet für über 10.000 Schritte auf Beton). Verarbeitung: Obermaterialien, die genäht (nicht nur geklebt) sind, für längere Lebensdauer; wasserabweisende Materialien für feuchte Umgebungen. Pflege: Schuhe wählen, die leicht zu reinigen sind (abwischbares Obermaterial) und austauschbare Einlegesohlen haben, um die Lebensdauer zu verlängern.
Häufige Fehler, die man vermeiden sollte
Vermeiden Sie diese Fehler beim Auswählen von Sicherheitsschuhen für das Lager: Preis vor Qualität stellen: Günstige Sicherheitsschuhe verschleißen nach 3–4 Monaten (im Vergleich zu 12–18 Monaten bei hochwertigen Modellen), was zu höheren Ersatzkosten und mehr Verletzungen führt. Bedarf entsprechend der Tätigkeit ignorieren: Dasselbe Schuhmodell sowohl Kältearbeitsplätzen als auch Bürobeschäftigten im Lager zur Verfügung zu stellen, verschwendet Geld und gefährdet die Sicherheit. Einlaufzeit außer Acht lassen: Neue Sicherheitsschuhe benötigen 1–2 Wochen schrittweisen Tragens, um Blasen zu vermeiden. Stellen Sie während dieser Zeit temporäre Ersatzschuhe bereit. Regelmäßige Inspektionen vernachlässigen: Selbst die besten Schuhe verlieren mit der Zeit ihre Schutzeigenschaften. Überprüfen Sie monatlich die Laufsohlen auf Abnutzung (ersetzen, wenn Profiltiefe < 1/8 Zoll) und prüfen Sie auf Risse in den Zehenschutzkappen.
Fazit
Die Auswahl der besten Sicherheitsschuhe für Lagerbetriebe erfordert eine Kombination aus Gefährdungsbeurteilung, Einhaltungsnachweis und arbeitnehmerzentrierten Komfortüberlegungen. Meine Erfahrung im Bereich der Lagersicherheit hat gezeigt, dass maßgeschneiderte Sicherheitsschuhe – abgestimmt auf spezifische Tätigkeiten und Gefahren – Verletzungen reduzieren, die Produktivität steigern und langfristige Kosten senken.
Untermauert durch anerkannte Normen wie EN ISO 20345, regulatorische Leitlinien von OSHA und HSE sowie Experteneinsichten, sind die richtigen Sicherheitsschuhe mehr als nur Schutzausrüstung – sie bilden das Fundament einer sicheren Lagerkultur. Indem Sie die hier beschriebenen praktischen Schritte befolgen, stellen Sie sicher, dass Ihr Team die benötigte Fußbekleidung erhält, um sicher, komfortabel und konzentriert seiner Arbeit nachzugehen.
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